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Spectaculum 2007

Wie jedes Jahr fand auch 2007 in Hohenweststedt am vergangen Pfingstwochenende das Mittelalterliche Spectaculum statt – und dieses Jahr war es sogar gewachsen!

Nicht, dass wir nicht sowieso hingefahren waeren, aber die Aussicht auf Neues (das es dort sowieso immer wieder zu entdecken gibt) bot einen zusaetzlichen Anreiz.

So waren wir auch puenktlich zur Markteroeffnung dort, natuerlich in entsprechender Gewandung, was sich mit den Jahren bei dem Großteil der regelmaeßigen Besucher eingebuergert hat.

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Ein besonderer Hoehepunkt zur Markteroeffnung dieses Jahr: Ein Ehepaar, dass sich nach 36 Jahren entschlossen hatte, den Bund fuers Leben zu erneuern. Fuer Helge und mich besonders schoen anzusehen, hatten wir doch erst drei Tage zuvor geheiratet.

Nach der Markteroeffnung folgte der gemuetliche Teil und man fand sich auf der Wiese nahe einer der beiden Buehnen mit Decken und Picknickkoerben ein, bevor bei einem gemuetlichen Spaziergang die Lage erkundet wurde.

Es waren hauptsaechlich mehr Kleidungsstaende dazugekommen – und es gab eine neue Waehrung, von allen nur liebevoll Gisbert-Taler genannt, denn die glaenzenden Goldstuecke wurden von dem Profil des allseits bekannten Erfinder und Organisatoren des Spectaculums geziert – Gisbert Hiller.

Nach einer kleinen Staerkung am Tee & Mokka-Stand, der allerlei Koestlichkeiten aus dem Orient anbot, ging es zurueck zur Buehne.

 

Mein persönliches Highlight dort wie jedes Jahr: Der Auftritt des Stelzentanztheaters Die Feuervögel.

Mehrmals taeglich führten die drei Künstler zauberhafte kurze Stücke auf, begleitet von Trommelmusik und dem Staunen der Zuschauer.

 

Dieses Jahr hatten wir zum ersten Mal Kinder dabei.

Waehrend der kleine Leon von den Feuervoegeln sichtlich begeistert war, fuerchtete sich Natalie sehr vor dem trommelnden Drachen der Truppe. Ihr und ihren Traenen ist es auch zu verdanken, dass ihre große Schwester mit ihr hinter die Buehne gebeten wurde, wo die Gruppe ihr in aller Ruhe die Show erklaerte, die Masken abnahm und die Kleine in das Geheimnis ihrer selbst entwickelten Stelzen einweihte.

Ich denke, ich muss nicht extra erwaehnen, dass Natalie nun keine Angst mehr und die Truppe einen Fan mehr hat.

 

Die Kinder nahmen das vielfaeltige Angebot des Spectaculums interessiert wahr - Kerzen wurden gefaerbt, Schwerter geschwungen, man fuhr Karussell und tobte im Heu, waehrend die Muetter fleissig Geld fuer allerlei Geschmeide und Gewaender ausgaben und die Maenner dem Met zusprachen.

 

Nachmittags ging es zum Ritterturnier, bei dem der Ritter Stolzenherz um das Königreich und die Prinzessin kaempfte, gegen die Mannen der bösen Hexe. Mit Schwertern, Lanzen und Speeren ging es zur Sache, bis Ritter Stolzenherz zum Schluss knapp gewann. – Vorhersehbar, doch sehr schoen umgesetzt.

 

Zur Entspannung nach diesem Schauspiel begaben sich einige aus unserer Gruppe in den molligwarmen Badezuber; einen großen Holzbottich, in dem nackt und in Gesellschaft fuer eine geringe Summe ganz oeffentlich gebadet werden kann.

 

Der Rest genoss das Traumspektakel, bei dem alle Kuenstler des Tages noch einmal eine kleine Kostprobe ihres Koennens zum Besten gaben, abgeschlossen von einem Feuerwerk.

 

Nach dem Bade hatte es sich schon ein wenig abgekuehlt und es war ziemlich duester fuer die Neonroehren-verwoehnten Augen, nur Fackeln brannten hier und da und die einzelnen Staende wurden von Kerzen erhellt.

 

Es folgte der Pestumzug, bei dem die Schausteller noch einmal eine der dunkelsten Stunden des Mittelalters lebendig machten.

„Bringt uns eure Toten!“ – mit diesen und aehnlichen Aufforderungen zogen Quacksalber und Freiwillige mit Leichenkarren in einer langen Prozession ueber den Platz, gefolgt von betenden und singenden Nonnen und Moenchen, von verzweifelten Kranken und hohen Wuerdetraegern.

 

Zum kroenenden Abschluss eines gelungenen Tages gab es anschließend auf der Musikbuehne einen weiterer Auftritt von Cultus Ferox, einer Band, die erst vor drei Jahren gegruendet wurde und die wir zum ersten Mal vor zwei Jahren auf dem Spectaculum sahen.

Mittlerweile haben sie sich mit ihren mitreissenden Auftritten eine beachtliche Fanschar geschaffen und werden im November diesen Jahres wieder bei der Dark & Mystery Music Night (unter anderem auch in Neumuenster) dabei sein. Aber von einer Band, deren Mitglieder zum Großteil von den etablierten Corvus Corax stammen, hat man auch nichts anderes erwartet.


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