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Das Scoring der Schufa und seine Auswirkungen

Autor: CIS am 08.05.2018

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Die Abkürzung Schufa steht für die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Sie ist die größte Wirtschaftsauskunftei in Deutschland. Als Aktiengesellschaft ist sie ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Es handelt sich bei der Schufa also nicht – wie dies häufig angenommen wird – um eine Behörde oder sonstige öffentliche Institution.

Foto: Mario De Mattia / flyerwerk

Was macht die Schufa?

Wesentliche Aufgabe der Schufa ist es, möglichst umfangreiche Daten über private Verbraucher zu sammeln. Aus den Informationen ermittelt sie deren Kreditwürdigkeit sowie die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft. Diese Erkenntnisse teilt die Schufa ihren Vertragspartnern auf Nachfrage mit.

Welche Daten speichert die Schufa?

Zu den bei der Schufa erfassten Informationen gehören die persönlichen Daten der Verbraucher. Hierzu zählen neben der aktuellen Anschrift auch ältere Anschriften, Vornamen und Namen sowie das Geschlecht und das Geburtsdatum. Darüber hinaus speichert die Schufa Daten über die aktuellen und früheren Darlehens- und Leasingverträge, laufende und geschlossene Girokonten, offene Verbindlichkeiten sowie Mobilfunk- und sonstige Telekommunikationsverträge.

Wer hat Interesse an diesen Daten?

Zu den Vertragspartnern der Schufa gehören neben den Banken auch die bekannten Kreditkartenunternehmen, der Handel sowie Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen. Des Weiteren gibt die Schufa auch Versicherungen und Inkassobetrieben Auskünfte über Verbraucher. Je nach Unternehmenszweck erhalten die anfragenden Vertragspartner unterschiedlich detaillierte Daten von der Schufa geliefert.

Bonität und Scoring

Als Bonität wird unter anderem die Kreditwürdigkeit einer natürlichen Person bezeichnet. Damit die Vertragspartner der Schufa die Kreditfähigkeit und Zahlungsfähigkeit eines Kunden nicht selbst ermitteln müssen, können sie sich eines sog. Score-Wertes bedienen. Für Kreditnehmer und Verbraucher ist eine hohe Bonität und ein guter Score-Wert häufig von entscheidender Bedeutung, wenn Sie ein Darlehen aufnehmen sowie einen Mobilfunk- oder Ratenkaufvertrag abschließen möchten.

Warum ist die Bonität wichtig?

Im Rahmen einer Darlehensvergabe oder vor dem Abschluss eines langfristig laufenden Vertrages (z. B. Mobilfunkvertrag, Ratenkaufverträge) möchten Banken, Handelsunternehmen sowie sonstigen Betriebe möglichst zutreffend ermitteln, wie kreditfähig und zahlungsbereit ein Kunde ist. Verfügt ein Verbraucher über eine gute Bonität, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er einen Vertrag auch zukünftig pünktlich und in voller Höhe bedienen kann. Je niedriger die Bonität ist, desto eher müsste die Bank oder das Unternehmen von einem Zahlungsausfall ausgehen.

Was ist der Score-Wert?

Der Score-Wert wird von der Schufa anhand der gespeicherten Daten und mithilfe eines unter Verschluss gehaltenen Berechnungsverfahrens ermittelt. Er gilt für den jeweiligen Verbraucher und kann zwischen 1 und 100 liegen. Je höher der Wert ist, desto größer schätzt die Schufa die Wahrscheinlichkeit ein, dass der Verbraucher einen Kredit oder sonstigen Vertrag bedienen kann. Einen Einfluss auf diesen Schätzwert hat unter anderem die Anzahl der bestehenden und früheren Bankkonten sowie die Anzahl der Kreditanfragen.

Ungünstige Auswirkung auf den Score-Wert

Bereits eine Kreditanfrage kann einen negativen Einfluss auf den Score-Wert haben. Möchten Verbraucher zunächst mehrere Kreditangebote miteinander vergleichen, sollten Sie deshalb zunächst nur eine Konditionenanfrage durchführen. Über unterschiedliche Internetseiten wie beispielsweise über smava lassen sich Schufa-neutrale Anfragen durchführen. Hierdurch wird der Score-Wert nicht beeinflusst.


Schlagworte:
schufa score

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