Kita-Bedarfsplanung: Neumünster stellt sich auf veränderte Kinderzahlen ein

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Redakteur
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Die Stadt Neumünster verfügt über ein bedarfsgerechtes Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder. Das ist das Ergebnis der aktuellen Kita-Bedarfsplanung, die der Verwaltung als Grundlage für die weitere Entwicklung der frühkindlichen Bildung dient. Diese soll der Kommunalpolitik in der nächsten Sitzung der Ratsversammlung am 30. Juni zur Zustimmung vorgelegt werden.

 

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um ausreichend Betreuungsplätze für Familien in Neumünster zu schaffen. Allein im laufenden Kindergartenjahr haben drei neue Einrichtungen ihren Betrieb aufgenommen. Die Kita „Am Alten Stahlwerk“ sowie das Familienzentrum „Trio“ sind bereits vollständig belegt. Auch die neue Kita „Bunte Welten“ an der Graveshamstraße hat ihren Betrieb aufgenommen. Darüber hinaus konnte die Kita „Bollerwagen“ neue Räume in der Georg-Fuhg-Straße beziehen.

 

Diese Investitionen zahlen sich jetzt aus. Familien finden in Neumünster verlässliche Angebote für die Betreuung ihrer Kinder.

 

Neben den Kindertageseinrichtungen leistet auch die Kindertagespflege – zu den gleichen Kosten – einen wichtigen Beitrag zur Betreuung von Kindern. Eltern können zwischen unterschiedlichen Betreuungsformen wählen und so das Angebot nutzen, das am besten zu ihrer familiären Situation passt.

 

Gleichzeitig zeigt die aktuelle Bedarfsplanung, dass sich die Rahmenbedingungen verändern. Die Geburtenrate ist in Neumünster inzwischen das vierte Jahr in Folge rückläufig. Auch die Zahl der Kinder im Vorschulalter entwickelt sich entsprechend. Während in den vergangenen Jahren zusätzliche Plätze geschaffen werden mussten, wird künftig eine flexiblere Steuerung der vorhandenen Kapazitäten erforderlich sein.

 

Ziel bleibt es weiterhin, nahezu allen Kindern im Elementarbereich (Ü3) sowie rund der Hälfte der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz anbieten zu können. Nach Einschätzung der Verwaltung ist dieses Ziel erreicht. Mit der letzten noch im Bau befindlichen Einrichtung verfügt Neumünster über ein insgesamt bedarfsdeckendes Angebot.

 

Zugleich sind an zwei städtischen Kindertagesstätten erhebliche Investitionen erforderlich: an der Kita Schubertstraße und der Kita Faldera. An beiden Standorten wäre bereits in naher Zukunft ein Neubau nötigt.

 

Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Verwaltung der Ratsversammlung, die Kita Schubertstraße bis zum Jahr 2030 schrittweise auslaufen zu lassen. Ausschlaggebend sind die demografische Entwicklung, die vorhandenen, ausreichenden Betreuungskapazitäten im Sozialraum sowie der erhebliche Investitionsbedarf am Gebäude. Die Schließung soll langfristig und sozialverträglich erfolgen.

 

Für die derzeit betreuten Kinder und ihre Familien ergeben sich daraus keine kurzfristigen Veränderungen. Die Betreuung wird weiterhin verlässlich sichergestellt. Die Einrichtung soll schrittweise auslaufen, sodass ausreichend Zeit für eine geordnete Übergangsplanung besteht.

 

Zugleich möchte die Stadtverwaltung deutlich machen, dass es für die Kita-Mitarbeitenden keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird. Gemeinsam werden frühzeitig Perspektiven und Einsatzmöglichkeiten innerhalb der Trägerschaft geprüft, abgestimmt und mit den betreffenden Mitarbeitenden besprochen.

 

Nach aktuellem Planungsstand soll die Kita Faldera voraussichtlich ab dem Jahr 2030 vorübergehend in den Räumlichkeiten der heutigen Kita Schubertstraße untergebracht werden. Hintergrund ist, dass – vorbehaltlich der Zustimmung durch die Ratsversammlung und zur Verfügung stehender Haushaltsmittel – für die Kita Faldera aufgrund des baulichen Zustands am bisherigen Standort ein Ersatzneubau vorgesehen ist.

 

Die Stadt wird die Entwicklung der Kinderzahlen und Betreuungsbedarfe auch künftig eng begleiten. Ziel bleibt ein qualitativ hochwertiges, wohnortnahes und bedarfsgerechtes Angebot der frühkindlichen Bildung für alle Familien in Neumünster.