Neumünster: Gedenkfeier und ökumenischer Gottesdienst zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

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Redakteur
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Anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau laden der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Altholstein, die katholische Kirche, die Stadt Neumünster sowie der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie gemeinsam zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Am Dienstag, 27. Januar 2026, um 16 Uhr findet zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zunächst ein ökumenischer Gottesdienst in der Vicelinkirche statt. Er wird gestaltet von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der evangelischen, der katholischen und der neuapostolischen Kirche sowie vom Runden Tisch für Toleranz und Demokratie. Die Predigt hält Pröpstin Simone Pottmann. 

Neben der Erinnerung legen wir Wert darauf, uns zur Schuld derer zu bekennen, die vor mehr als 80 Jahren für die Verbrechen an Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, politischer Haltung und sexueller Orientierung verantwortlich waren. 

Wird Schuld vererbt? Die Frage ist nicht kurz zu beantworten, aber die schuldhafte Geschichte unseres Landes ist ein Erbe, das wir annehmen müssen, als Christen und als verantwortungsbewusste Demokratinnen und Demokraten – auch weil die Lehren aus dieser Geschichte nicht dauerhaft gesichert sind. Von Nationalisten wird die Geschichte umgedeutet, und das Vergessen hilft ihnen dabei. Ohne aufrichtiges Erinnern können wir nicht im Frieden miteinander leben.“, formuliert Pastor Wolfgang Miether.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet um 17:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung im Foyer des Neuen Rathauses statt. Der Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus mahnt uns, Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen. Gemeinsam wollen wir der Millionen Ermordeten gedenken und zugleich ein klares Zeichen für Menschlichkeit und den Schutz der Würde jedes Einzelnen setzen. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich an der Gedenkfeier und dem Gottesdienst zu beteiligen und damit sichtbar gegen Ausgrenzung, Hass und Gewalt einzustehen.“, erklären Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger und Oberbürgermeister Tobias Bergmann. Die Ansprache hält Oberbürgermeister Tobias Bergmann, ehe dann im Rathaus-Innenhof die Kranzniederlegungen erfolgen.

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