
(CIS-intern) – Das Theater Neumünster verabschiedet sich vom Winter mit der musikalischen Achterbahnfahrt „Alice im Wunderland“, dem satirischen Schauspiel „Der Bandscheibenvorfall“ und einem Konzert der Schlesischen Kammerphilharmonie.
Alice ist allein zu Hause. Zumindest glaubt sie das. Doch dann blickt sie in den Spiegel. Alice begegnet sich selbst. Immer wieder neu. Mal erliegt sie den Versuchungen des Lebens. Mal versucht sie, ihr inneres Kind wiederzufinden. Und doch bleibt sie immer allein. Auf sich selbst zurückgeworfen, verirrt sie sich im Spiegelkabinett. Sie trifft auf unheimliche, liebenswerte und abstruse Gestalten, die ihr fremd und gleichzeitig sehr ähnlich sind. In dieser Welt mit absurden Spielregeln versucht sie, nicht den Kopf zu verlieren. Dabei beginnt sie zu ahnen, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war.
In Kooperation mit dem Schlossplatztheater Berlin und unter der Regie der Intendantin bietet das „The Metafiction Cabaret“ ein Musiktheater-Spektakel über Identität und die Unmöglichkeit, sich selbst zu finden. Mit dieser Bearbeitung von Lewis Carrolls Büchern „Alice im Wunderland” und „Alice hinter den Spiegeln” ist Marc C. Behrens ein zugleich tiefgehender wie humorvoll-absurder Text über die Identitätsfindung junger Menschen gelungen. Wie kann man in einer Welt voller Möglichkeiten, Vorbildern und Anforderungen herausfinden, wer man selbst ist?
Die Bühne ist ein Kaleidoskop aus 16 beweglichen Spiegeln. Die Persönlichkeit der Protagonistin wird gleich einem Prisma in ihre Einzelteile aufgebrochen. Unendliche Vervielfältigungen, Verzerrungen und zahllose sich immer wieder verschiebende Räume spiegeln Alices Erfahrungen im Bühnengeschehen wider.
Musikalisch treffen Kinderlieder auf Punk-Hymnen, Horrorfilm-Soundtracks auf Swing oder Theaterlieder. Die Inszenierung richtet sich an junge Menschen ab 12 Jahren sowie an Erwachsene, die bereit sind am 13. März um 20.00 Uhr, dem weißen Kaninchen in die Tiefe zu folgen.
Mit ihrer Bürosatire bietet uns Ingrid Lausund, die Autorin der Erfolgsserie „Der Tatortreiniger“, am Samstag, den 14. März um 20.00 Uhr, einen Spiegel unserer Zeit, in dem sich vermutlich alle wiedererkennen.
Willkommen im Vorzimmer der Chefs, einem Mikrokosmos aus Karriereängsten, Konkurrenzdruck und absurden Ritualen! Hier bekriegen sich fünf Angestellte in einem täglichen Balanceakt zwischen Anpassung und Profilierung, zwischen Selbstoptimierung und stillem Zusammenbruch. Wer sich nicht behauptet, bleibt auf der Strecke. Da dauert es nicht lange, bis sich Haltungsschäden einstellen – seelisch wie körperlich. „Der Bandscheibenvorfall“ ist eine scharfzüngige Satire über den alltäglichen Wahnsinn des modernen Arbeitslebens mit trockenem Humor und messerscharfer Beobachtung.
Das Schauspiel zeigt, wie sinnlose Jobs, Machtspiele und die Jagd nach Anerkennung das Büroleben zur grotesken Farce machen können. Doch zwischen den Konkurrenzkämpfen und Profilneurosen gibt es auch leise Momente der Nähe und Menschlichkeit, denn auch wenn wir uns im Job oft als Gegner sehen, sitzen wir doch alle im selben Boot.
Am Montag, dem 16. März um 20.00 Uhr, sind Klassik und Rock in völlig neuen Klangfarben und in überraschenden Crossover-Arrangements zu hören.
Fünf herausragende Musiker der Schlesischen Kammerphilharmonie Kattowitz haben sich zu einem außergewöhnlichen Ensemble zusammengeschlossen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1993 begeistert das Quintett mit virtuosem Zusammenspiel und genreübergreifenden Arrangements. Auftritte beim Schleswig-Holstein Musik Festival, beim MDR Musiksommer und beim Rheingau Musik Festival haben ihren Ruf als Spitzenensemble gefestigt.
In Neumünster präsentieren sie mit Christoph Soldan am Klavier ein Programm, das von Mozart und Dvořák bis Pink Floyd und Queen reicht.
Ein Abend zwischen Tradition und Innovation – virtuos, leidenschaftlich und voller Spielfreude.
Weitere Informationen und Tickets zu den vielfältigen Veranstaltungen im Theater in der Stadthalle sind erhältlich unter www.theater-neumuenster.de, Tel.: 04321 / 942 33 16 sowie im Kulturbüro Neumünster am Kleinflecken 26.
Foto: M. Lieberenz



