Das Frauenhaus in Neumünster erhält Landesförderung in Höhe von 620.000 Euro

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Redakteur
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(CIS-intern) –  Frauenhaus Neumünster erhält Landesförderung in Höhe von 620.000 Euro für Modernisierungsarbeiten
Gleichstellungsministerin Aminata Touré: „Wir sorgen dafür, dass die 16 Frauenhäuser des Landes in einem guten baulichen Zustand sind“

KIEL. Das autonome Frauenhaus Neumünster erhält vom Land rund 620.000 Euro für Modernisierungsarbeiten. Das gab Gleichstellungsministerin Aminata Touré heute bei der Übergabe des Förderbescheides in Neumünster bekannt.

„Es ist erschreckend, dass es nach wie vor Unterkünfte geben muss, um Frauen vor mehrheitlich männlicher Gewalt zu schützen. Als Land wollen wir dafür sorgen, dass die 16 Einrichtungen in Schleswig-Holstein in einem guten baulichen Zustand sind. Die entsprechenden Finanzmittel stellen wir über das Infrastruktur-Sonderprogramm IMPULS zur Verfügung“, sagte Touré.

Die Ministerin dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Mitarbeiterinnen des Vereins in Neumünster: „Ohne eure wichtige Arbeit wären viele Frauen mit ihren Kindern nach wie vor in gewaltvollen Partnerschaften“, so die Ministerin. Allein in Schleswig-Holstein seien im vergangenen Jahr 3.899 Frauen Opfer von Gewalt in der Partnerschaft geworden.

„Seit über 40 Jahren unterstützt das Autonome Frauenhaus Neumünster von Gewalt betroffene und bedrohte Frauen und ihre Kinder. Durch die anstehenden Sanierungsmaßnahmen des Haupthauses und die Erweiterung des Kinderspielbereiches können wir angemessenere Lebensbedingungen für einen Neubeginn der Frauen und ihrer Kinder schaffen. Denn ein Frauenhaus ist nicht nur ein Schutzort, sondern es ermöglicht den Frauen und ihren Kindern durchzuatmen und in Ruhe alle notwendigen Schritte zu planen. Dies wird in Zukunft in dem sanierten und erweiterten Gebäude besser möglich sein” bestätigte Melinda Carstensen vom Frauenhaus Neumünster.

Mit der Begleitung des Programms hat das Land die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) betraut. „Es bleibt eine wesentliche gesellschaftliche Aufgabe, Frauen vor häuslicher Gewalt zu schützen. Beim Bau und der Modernisierung von Frauenhäusern können wir dazu mit unserer Beratung und den Fördermitteln einen wichtigen Beitrag leisten”, sagte der Vorstandsvorsitzende der IB.SH, Erk Westermann-Lammers.

Hintergrund

Das Land fördert aus Mitteln des Sondervermögens IMPULS 2030 über die IB.SH auch Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen in Frauenfacheinrichtungen. Insgesamt werden für Investitionen in Frauenfacheinrichtungen 10,3 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. Seit Ende 2020 stehen diese Mittel ebenfalls für Baumaßnahmen in vom Land geförderten Frauenberatungsstellen zur Verfügung.

 

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede I Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein

Bild von Ulrike Mai auf Pixabay

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